Happy Mum Lifestyle

Haarausfall und andere Tabuthemen während und nach der Schwangerschaft

25. September 2017

Was einem keiner sagt, worüber niemand spricht und was doch passiert. Wenn du jetzt denkst, der Artikel befasst sich damit, wie schwer es ist, ein Baby gross zu ziehen, liegst du falsch. 
Vielmehr geht es darum was für Souvenirs du nach der Schwangerschaft kostenlos mitbekommst. Haarausfall ist nur eines davon – ein Tabuthema, worüber niemand spricht oder niemand wahr haben machen. Leider sind nach der Geburt die Schwangerschaftswehwehchen noch lange nicht vorbei.

Ich bin mir sicher, die eine oder andere findet sich hier wieder.

Dammriss

Ok, dass der Damm reisen kann ist nicht neu und wird einem spätestens im Geburtsvorbereitungskurs mitgeteilt. Der Damm kann, infolge starker Dehnung, während der Geburt reisen. Mittlerweile ist man von einem vorbeugendem Dammschnitt abgekommen und lässt den Damm einreisen. Der Grund hierfür ist, dass man davon ausgeht, dass ein Dammriss schneller und besser verheilt als ein Dammschnitt. 

Was tun zur Vorbeugung:

Mit Hilfe einer Dammmassage wird die Haut elastischer bzw. geschmeidiger gemacht. Dafür kann ab der 34. Schwangerschaftswoche 1x täglich mit speziellen Öl eine Dammmassage durchgeführt werden. In Kombination kann mit EPI NO eine Dammverletzung weiter verringert werden. 

Blasenschwäche

Hüpfen, lachen, joggen, niesen oder husten und schon sind ein paar Tropfen ins Höschen gegangen. Leider trifft das auf etwa Ein Drittel aller Frauen im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes zu.
Der Grund für die Blasenschwäche ist der Beckenboden, der während einer Schwangerschaft und der Geburt in Mitleidenschaft gezogen wird. Die enorme Belastung führt zur Überdehnung des Beckenbodens und er wird „ausgeleiert“. Die Folge: Die Stützfunktion des Bindegewebes lässt nach und der Verschlussmechanismus der Blase ist geschwächt.

Was tun zur Vorbeugung:

Training, training, training! Bereits während der Schwangerschaft macht es Sinn, den Beckenboden zu trainieren. Denn, wer einen starken Beckenboden hat, hat nach der Geburt weniger Probleme mit Inkontinenz. Nach der Geburt ist dann Rückbildung angesagt. 

Haarausfall und andere Tabuthemen während und nach der Schwangerschaft 

Babyblues oder Wochenbett-Depression

Die „Heultage“ nach der Geburt betrifft immerhin etwa 45% aller Frauen. Bei den Meisten tritt die Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit in den ersten drei bis sechs Tage nach der Geburt auf. 
Das Stimmungstief verschwindet nach ein paar Stunden oder Tagen wieder, ohne dass es eine spezielle Behandlung benötigt. 
Als Verursacher der Wochenbett-Depression wird die enorme hormonelle Umstellung nach der Entbindung mit dem Einsetzen der Milchbildung ausgemacht.   

Was tun zur Vorbeugung: 

Stress vermeiden, genug Schlaf und dafür sorgen, dass man im Wochenbett gut umsorgt wird, sei es durch Hebammenbesuche, familiäre oder häusliche Unterstützung. 

Haarausfall und andere Tabuthemen während und nach der Schwangerschaft
Hämorrhoiden

Wer hätte vor der Schwangerschaft/Geburt gedacht, dass auch Hämorrhoiden ein Thema sind?!
Verantwortlich sind mal wieder die Hormone, die für die Erweiterung der Blutgefässe sorgt und/oder zu harter Stuhlgang und schlechte Verdauung. Oft tritt das leidige Thema erst nach der Geburt bzw. durch den Druck, der die Hämorrhoiden nach aussen drückt, während der Geburt auf. 

Was tun zur Vorbeugung: 

Mit genügend Flüssigkeit dafür sorgen, dass der Stuhlgang nicht zu hart wird. Ebenfalls ist eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung während der Schwangerschaft wichtig. Jedoch, aufgrund der Schwangerschaftsgelüste, nicht immer umsetzbar.  

Krampfadern

Krampfadern in der Schwangerschaft sind leider keine Seltenheit. Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft treten Krampfadern gerne auf. Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass die Blutgefässwände leichter erschlaffen und nachgeben. Zusätzlich sorgt die Gewichtszunahme dafür, dass der Druck auf die Venen erhört wird. Dadurch wird der Blutfluss erschwert. Durch die die Blutstauung werden die Venen vergrössert und es kommt zu Krampfadern. 

Was tun zur Vorbeugung:

Um Krampfadern zu vermeiden, sollte der Druck auf die Beide möglichst gering gehalten werden. Wenn immer möglich sollte daher vermieden werde: langes stehen an gleicher Stelle, langes sitzen, überkreuzte Beine beim sitzen. Sport, Bewegung  und Kompressionsstrümpfe wirken vorbeugend und einfach öfters mal die Beine hochlegen. 

Dehnungsstreifen

Hurra, über ein paar Schwangerschaftsstreifen freut sich doch jede. Leider sind zwischen 70% und 90% aller Schwangeren davon betroffen. Die feinen, rötlich durchschimmernden feine Risse sind auf die starke Beanspruchung des Gewebes zurückzuführen. Nicht nur der Bauch ist für Dehnungsstreifen anfällig, sondern auch die Brüste, der Po, die Oberschenkel, die Hüften und die Oberarme. Die Zeit heilt in dem Fall nicht alle Wunden den zurück bleibt eine feine weisse Linie. 

Was tun zur Vorbeugung:

Das Gewebe so geschmeidig wie möglich halten. Durch die richtige Ernährung, Sport und Hautpflege kann dies gewährleistet werden. Mit dem eincremen sollte schon begonnen werden, bevor der Bauch riesig ist und nicht nur der Bauch sollte eingerieben werden, sondern auch die anderen oben erwähnten Körperstellen. Siehe auch Link. Natürlich spielt auch die Veranlagung eine wichtige Rolle. 

Haarausfall und andere Tabuthemen während und nach der Schwangerschaft

Haarausfall

Hatte man während der Schwangerschaft noch schönes, volles Haar und tolle Nägel, ändert sich das etwa drei Monate nach der Geburt. Die Haare verlieren ihren Glanz und fallen aus und die Nägel werden wieder brüchig. Schuld daran ist der Östrogenspiegel. Wurde während der Schwangerschaft noch vermehrt Östrogen gebildet und die Haare in der Wachstumsphase gehalten, sinkt der Östrogenspiegel nach der Geburt und die Haare werden in die Ruhephase geschickt und fallen nach etwa drei Monate aus. 
9 Monate nach der Geburt sollte der Spuck dann wieder vorbei sein und die Haare sollten wieder nachwachsen. 

Was tun zur Vorbeugung:

Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitamine und Mineralstoffe ist ratsam. Biotin- oder koffeinhaltiges Shampoo können helfen und die Haare so oft wie möglich offen tragen, da Haargummis die Haare unnötig strapaziere. Auch können Nahrungsergänzungsmittel wie z.B. Pantogar helfen. Falls du aber noch stillst, unbedingt mit dem Arzt absprechen. 

Bilder: ©Happy Mum Blog, ©Pantogar und ©Adobe Stock
Beitrag enthält Produktplazierung

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2 Comments

  • Reply Ursula 12. Oktober 2017 at 11:40

    toll dass du diese Tabu Themen ansprichst, ich habe auch bei einigen Ereignissen gedacht „das hat mir aber keiner gesagt“ 🙂 Danke dir liebe Nadine

  • Reply Petra 17. Oktober 2017 at 21:54

    … und ich hab allen ernstes gedacht, ichbpasse direkt nach der Geburt wieder in meine alten Jeans – weit gefehlt 🙁

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